Menschenrechte

Täglich arbeiten viele Millionen Menschen auf der ganzen Welt an der Herstellung von Lebensmitteln und Waren, die in den Regalen zahlreicher Detailhändler wie Lidl Schweiz verkauft werden. Neben Staaten tragen auch Unternehmen eine Verantwortung, in ihren globalen Lieferketten auf die unbedingte Einhaltung von Menschenrechten hinzuwirken und diese in ihren unmittelbaren Geschäftsbeziehungen sicherzustellen. Gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern setzt sich Lidl Schweiz deshalb entlang der gesamten Wertschöpfungskette für die Achtung der Menschenrechte ein.

Unser Ansatz

Wir wollen den Risiken der eigenen Geschäftstätigkeit beim Thema Menschenrechte entschlossen entgegentreten. Dafür überprüfen wir fortlaufend die potenziellen Risiken bei der Herstellung unserer Produkte.
Bei unseren Eigenmarken bewerten wir diese im Rahmen eines Prozesses, der sich auf verschiedene Indizes, wie beispielsweise den Global Slavery Index, stützt. Ergänzend fließt die Expertise externer Stakeholder ein, mit denen wir im ständigen Dialog stehen.
Auch innerhalb unserer Lieferkette möchten wir mögliche Risiken systematisch identifizieren. Dazu führen wir kontinuierlich soziale und ökologische Risikobewertungen innerhalb unseres Eigenmarken-sortiments durch, um beispielsweise Risiken wie Kinder- oder Zwangsarbeit zu identifizieren. Eine ausführlichere Darstellung dieser Risikoanalyse ist im Positionspapier zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht zu finden.

Unsere Massnahmen

Den identifizierten Risiken wollen wir mit wirksamen Maßnahmen begegnen. Um die Arbeitsbedingungen in unserer Lieferkette zu verbessern und die Einhaltung von Menschenrechten sicherzustellen, fördern wir einen aktiven Austausch mit unseren Lieferanten und stehen mit NGOs und Arbeitnehmervertretern im Dialog. Gleichzeitig werden wir mit eigenen Initiativen und in zahlreichen Kooperationen mit etablierten Partnern aktiv.
Bei Verstößen reagieren wir umgehend. Für Betroffene oder Beobachter von Menschenrechtsverstössen haben wir einen Beschwerdemechanismus in Form eines Online-Meldesystems etabliert.
Für ausgewählte Lieferketten arbeitet Lidl Schweiz an der Etablierung zusätzlicher, hierfür spezifisch geeigneter Beschwerdemechanismen. Beispielsweise ist Lidl aktives Mitglied einer Arbeitsgruppe des Bangladesch Accord, die sich der Entwicklung eines geeigneten Beschwerdemechanismus für Textilarbeiterinnen und -arbeiter in Bangladesch widmet.

Übersicht Menschenrechte

Keine Kinderarbeit
Kinder bedürfen unserem besonderen Schutz, ihre Beschäftigung im schulpflichtigen Alter sowie unter gefährlichen Bedingungen ist deshalb verboten. Als Lebensmittelhändler stehen wir in der Verantwortung, gemeinsam mit unseren Lieferanten Kinderarbeit konsequent zu unterbinden.
Keine Diskriminierung
Gleichheit vor dem Gesetz ist ein grundlegendes Menschenrecht. Deshalb stellen wir uns bei Lidl gegen jegliche Form von Diskriminierung etwa auf Basis des Geschlechts und setzen uns für gerechte Bedingungen in der Lieferkette ein.
Keine Zwangsarbeit
Es ist die freie Entscheidung eines jeden Menschen, einer bestimmten Arbeit nachzugehen. Werden Menschen dagegen zu Arbeit gezwungen, verstößt das gegen ein grundlegendes Menschenrecht. Gemeinsam mit unseren Partnern in der Lieferkette stehen wir in der Pflicht, jegliche Form von unfreiwilliger Arbeit zu vermeiden.
Angemessene Entlohnung
Gerade in der Landwirtschaft und Wirtschaftszweigen wie der Textilindustrie kann der bezahlte Lohn und das Einkommen die Grundbedürfnisse der Arbeitnehmer und ihrer Familien oft nur kaum oder gar nicht decken. Deshalb setzen wir uns für eine existenzsichernde Entlohnung und faire Preise bei unseren Produzenten ein.
Arbeitssicherheit
Die Basis unseres Geschäfts sind gesunde Menschen. An ihrem Arbeitsplatz müssen Arbeiterinnen und Arbeiter deshalb unter besonderem Schutz stehen. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir sichere Arbeitsbedingungen schaffen.
Vereinigungsfreiheit
Ein wichtiger Teil der Arbeitnehmerrechte ist die Freiheit, sich zu Arbeitnehmervertretungen zusammenschließen zu dürfen. Gerade in Ländern mit strukturell schwachem Arbeitnehmerschutz wollen wir uns deshalb für die Vereinigungsfreiheit einsetzen, damit sich Arbeiterinnen und Arbeiter wirksam organisieren können.

Beitritt zu ACT

Die Mitgliedschaft bei ACT geschieht ganz im Sinne des «Code of Conduct» von Lidl und füllt ihn mit Leben: In diesem Verhaltenskodex sind die verbindlichen Anforderungen an Sozial- und Umweltstandards für Vertragspartner festgehalten, mit denen Lidl International zusammenarbeitet. Das Ziel ist es, Kunden Produkte anzubieten, die verantwortungs- und umweltbewusst produziert werden. Lidl engagiert sich mit der Mitgliedschaft bei ACT für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern und wird damit seiner unternehmerischen Sorgfaltspflicht gerecht.

Über ACT

ACT ist das erste globale Übereinkommen, das Flächentarifverträge für die Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie in den Produktionsländern anstrebt. Die Initiative setzt sich für existenzsichernde Löhne in diesem Sektor ein und bringt dazu alle relevanten Akteure, inklusive Marken, Händler, Gewerkschaften, Hersteller und Regierungen zusammen, um ihre Kompetenz zur Zielerreichung einzubringen. In diesem Sinne gilt als existenzsichernd ein Lohn, der die Lebenshaltungskosten von Arbeiter*innen und ihren unmittelbaren Familienangehörigen abdeckt, ein ausreichendes frei verfügbares Einkommen beinhaltet und innerhalb der regulären gesetzlichen Arbeitszeiten – ohne Überstunden – verdient wird. Weitere Informationen zu ACT findest du unter: www.actonlivingwages.com