Food Waste

In der Schweiz wird etwa ein Drittel aller produzierten Lebensmittel weggeworfen. Diese Verschwendung von Ressourcen ist mit dem Effizienzgedanken von Lidl Schweiz nicht kompatibel. Lidl Schweiz setzt bei der Reduktion von Food Waste auf straffe Bestellprozesse, gezielte Rabattierung, Abgabe an Tafeln und Verwertung in der Biogasanalage. So minimieren wir Food Waste in unseren betrieblichen Prozessen. Um die Problematik entlang der ganzen Wertschöpfungskette anzugehen, suchen wir auch partnerschaftliche Lösungen in vor- und nachgelagerten Prozessen und engagieren uns für die Sensibilisierung.

Vermeidung von Food Waste bei Lidl

Um Food Waste bei Lidl Schweiz zu reduzieren, setzen wir auf vier Pfeiler.

Straffe Bestellprozesse

Effizienz und Einfachheit gehören auch bei den Bestellprozessen zu unseren Kernkom­petenzen. Die einzelnen Filialen bestellen Artikel und Frischware sehr straff. So kommt es vor, dass am Abend vor Ladenschluss diverse Frischprodukte ausverkauft sind. Dadurch muss praktisch nichts weggeworfen werden.

Gezielte Rabattierung

Jeden Morgen überprüfen unsere Mitarbeiter, ob Lebensmittel in den Regalen stehen, die kurz vor dem Erreichen des Mindesthaltbarkeits- bzw. Ver­brauchsdatums sind. Ist dies der Fall, reduzieren wir den Preis der Produkte.

Abgabe an Tafeln

Wir arbeiten mit diversen Organisationen wie der Schweizer Tafel, Tischlein deck dich oder Caritas zusammen. Noch einwandfreie Lebensmittel, die wir nicht mehr verkaufen können und die nicht gekühlt werden müssen, geben wir direkt aus der Filiale an diese Organisationen ab.

Biogasanlage

Lebensmittel, die nicht mehr gegessen werden können oder aus gesetzlichen Gründen nicht an die Tafelorganisationen abgegeben werden dürfen, landen bei uns nicht einfach auf dem Müll, sondern in einer Biogasanlage.

Abgabe an Tafelorganisationen

In der Schweiz leben un­gefähr 8 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Deshalb arbeitet Lidl Schweiz mit Tafelorganisationen zusammen, welche die Abgabe von Lebensmitteln an Bedürftige koordinieren. Tafelorganisationen erhalten von uns einwandfreie, aber nicht mehr den Kundenbedürfnissen entsprechende Lebensmittel.

Neben der Schweizer Tafel, Tischlein Deck Dich und Caritas arbeiten wir auch mit lokalen Institutionen wie zum Beispiel dem Zoo und Anti-Food-Waste-Initiativen zusammen, um die Abholung zu maximieren.

«Too Good To Go»

Seit Oktober 2019 bietet Lidl Schweiz in den drei Züricher Filialen Fraumünster, Oerlikon und Grubenstrasse (Binz) testweise «Wundertüten» über die App «Too Good To Go» an. Kundinnen und Kunden können überschüssiges Essen über die App von «Too Good To Go» zu reduziertem Preis kaufen und vor Betriebsschluss in diesen Filialen abholen. Die Tüten beinhalten überschüssiges Essen wie beispielsweise nicht verkaufsfähige aber noch geniessbare Früchte- und Gemüseartikel oder Brote vom Vortag.

«Too Good To Go» ist eine Bewegung zur Rettung von Lebensmitteln. Ziel ist es, eine Community aufzubauen, in der jeder die Möglichkeit hat, sich gegen Food Waste einzusetzen. Das Konzept ist einfach: vor Betriebsschluss kann man zu reduziertem Preis Essen abholen, das sonst weggeschmissen werden würde. Über die App können Restaurants, Bäckereien, Cafés, Hotels und Supermärkte ihr überschüssiges Essen zu einem vergünstigten Preis an Selbstabholer anbieten. Die Konsumenten bestellen und bezahlen direkt über die App und brauchen ihre Portion dann nur im angegebenen Zeitfenster im Laden abzuholen.